Heute möchten wir Euch unseren Stylisten Jonas vorstellen. Er kommt ursprünglich aus der Schweiz und ist wegen des Mode-Studiums nach Berlin gezogen. Er liebt Paris wegen seiner Beständigkeit, mag‘s gerne avantgardistisch und appelliert an die Frauen, sich nicht mit anderen zu vergleichen. Mehr von Jonas erfahrt ihr in unserem Interview.
Jonas, welche drei Teile machen deinen Stil aus?
Hauptsächlich trage ich Skinny Jeans, in denen fühle ich mich einfach am wohlsten. Insgesamt trage ich viel Schwarz und kombiniere das mit silbernen Schmuck. Das wirkt edel und peppt einfach jedes Ton in Ton Outfit auf.
Wo oder bei wem holst du dir deine Inspiration?
Meine Inspiration finde ich oft bei Freunden, wenn wir uns über die neusten Trends austauschen. Das ist bei uns ein gängiges Thema, da meine Freunde alle sehr an Mode interessiert sind. Natürlich nutze ich auch die Medien, wenn es um die Inspirationssuche geht. Besonders beeinflussen mich dann Filme oder Musik. Hier könnte ich nicht einmal sagen, welches Genre ich am meisten mag, ich bin da offen für alles und mag zum Beispiel gerne elektronisches zum Tanzen und akustisches zum Hören aber genauso auch gerne meinen Lieblingsfilm „The Grand Budapest Hotel“. Aber auch das Web 2.0 durch seine Blogs und tumblr geben mir immer wieder neue Outfitideen. Die ungeschlagene Inspirationsquelle ist und bleibt jedoch meine Mama. Sie ist eine tolle Frau mit einem klasse Stil.
Stichwort Musik: Welche Songs laufen denn gerade in Deiner Playlist?
Der Soundtrack der letzten Burberry Show F/W 2015
Borns – Electric Love
Und natürlich Noah and the Whale – 5 Years Time
Wenn du dich für eine Lieblingsmodestadt entscheiden müsstest, welches wäre das?
Für mich gibt es zwei Städte die für mich die absoluten Modestädte sind. Da ist zum einen Berlin und zum anderen Paris.
Berlin deshalb, weil es sich ständig verändert. Sei es als Stadt an sich, aber auch in der Mode! Von Bezirk zu Bezirk findet man etwas anders, das finde ich toll. Berlin ist schnelllebig, das was wir letzte Saison getragen haben, ist morgen schon wieder out, aber trotzdem war es seinen Kauf wert.
Und dann ist da Paris. Jeder kennt den Pariser Chic, er besticht durch seine Eleganz, Anmut und seine klaren Linien! In Paris ist Mode eines der wichtigsten Themen. Zur Fashion Week in Paris spricht die ganze Stadt über Mode, egal in welcher Branche man arbeitet. Es wird generell mehr Wert auf das Outfit gelegt und man wird nicht belächelt, wenn man sich nach den neusten Trend, wie beispielsweise einer Culotte stylt, genau das liebe ich an Paris!
Was war in letzter Zeit, dass beste Teil, welches du gekauft hast?
Oh, das weiß ich noch ganz genau. Es ist ein dünner, langer Mantel aus Viskose. Er fällt sehr fließend elegant und ist jetzt für den Frühling die perfekte Jacke. Aber auch im Winter ist er super einsetzbar als Jackett- oder Strickjacken-Ersatz. Für mich ist es einfach ein toller Allrounder, sollte meiner Meinung nach jeder haben.
Du bist Stylist, aber gibt es auch Dinge die du jetzt bereust, sie je gekauft zu haben?
Ich achte generell sehr darauf, was ich kaufe und ob ich es brauche. Spontankäufe gibt es bei mir echt selten, da ich wirklich lange hin und her überlege. Ich bin beim Einkaufen eher kognitiv als emotional, das hat mich schon vor manchen Fehlkäufen bewahrt. Aber natürlich gibt es eine Modesünde, die ich bis heute bereue. Das sind die Ed Hardy Shirts, die ich mir damals mit zwölf Jahren gekauft habe. Ich hab damals lange dafür gespart und war damals absolut im Trend. Jetzt im Nachhinein finde ich es einfach nur noch peinlich, aber jeder war mal jung und der Geschmack entwickelt sich mit der Zeit.
Gibt es denn auch Teile oder Trends, die du nie anziehen beziehungsweise mitmachen würdest?
Egal, wie kalt es draußen ist, ich würde niemals UGG Boots tragen. Ich finde diese Schuhe einfach nur unförmig und klobig. Außerdem wird man mich nie zu sportlich angezogen sehen. Ich bin eher jemand der es klassisch elegant mag, was nicht bedeutet, dass ich nur mit Hemd und Fliege rumlaufe. Aber bei mir im Kleiderschrank ist es eher ruhig, ich mag auch keine wilden Muster oder große Markenlogos auf Kleidung.
Welche fünf Kleidungsstücke sollte jede Frau in ihrem Kleiderschrank haben?
Absolut essentiell für einen gut sortierten Kleiderschrank ist das klassische „kleine Schwarze“, das jede Frau besitzen sollte. Es macht bei jedem eine gute Figur und ist zu vielen Anlässen einsetzbar. Worauf auch keine Frau verzichten sollte, ist ein gut sitzender Mantel. Der darf auch mal ein bisschen mehr kosten, den „einmal gut gekauft, hält ja bekanntlich besser“. Ich würde ein schwarzes Modell wählen oder einen klassischen Trench in Beige. Diese Farben sind einfach zeitlos und vielseitig einsetzbar. Wichtige Accessoires sind für mich außerdem hochwertige Leder-Taschen und dazu passende Chelsea Boots. Damit ist man immer gut angezogen, ob casual oder klassisch. Bei den Accessoires dürfen ein schickes Armband und eine Sonnenbrille á la Audrey Hepburn nicht fehlen.
Welchen Schönheits-Tipp gibt’s du Freundinnen von dir?
Ich sage immer zu den Frauen – das einfachste Mittel, um sich schön und selbstbewusst zu fühlen: Aufhören sich mit anderen zu vergleichen. Punktum. In Zeiten von Photoshop und Co fällt es vielen Frauen schwer, die Hochglanz-Magazine durchzublättern ohne Komplexe zu bekommen. Es ist wichtig, dass man sich selbst wohlfühlt und das nach außen hin ausstrahlt. Und wie sagte schon Theodor Roosevelt “Comparison is the thief of Joy”!
Zum Abschluss unsere letzte Frage, beende diesen Satz: Mode ist für Dich …
… eine Art der Welt zu zeigen, wie wir sind und wie wir sein möchten! Kurzgesagt: sei wer du willst und zeige es auch. Wenn dir in Sachen Mode etwas gefällt, schrecke nicht davor zurück!

